Hallenbosseln

Hallenbosseln

Ähnliche Spiele | Eis- u. Schubspiele

Herkunft

Als Hallenbosseln wird in Norddeutschland ein mit dem Eisschiessen vergleichbares Spiel bezeichnet, das mit Holzstöcken in Turnhallen gespielt wird. Dieses Spiel entwickelte sich in den 1950er Jahren in Norddeutschland und wurde hier als Indoor-Variante des Bosselns bezeichnet. Als Grundlage diente aber das bayerische Eisschiessen. Vor Allem im Behindertensport hat sich diese Sportart etabliert.

Vorgaben

Das verwendete Sportgerät ist aus massivem Buchenholz gedrechselt und mit einem stoßdämpfenden Ring umgeben. Die Boßel gleitet auf einer Sohle aus Naturborsten und wiegt etwa 4,5 kg. Gespielt wird auf Parkettböden in Turnhallen. An jedem Ende der 2 m breiten und 12 Meter langen Spielbahn schließt sich ein 4 x 2 m großes Zielfeld an. In die Mitte des Zielfeldes wird zu Beginn jedes Durchganges eine Daube (Weichholzwürfel mit einer Kantenlänge von 10,0 cm) eingelegt wird.

– nach oben –

Spielablauf und Wertung

Eine Mannschaft besteht auf je 3 Spielern, die abwechselnd versuchen, ihre Boßel möglichst nahe an der Daube zu platzieren. Verlässt die Daube das Zielfeld, so wird sie in die Mitte zurückgelegt. Nach Ende eines Durchgangs erhält jede Mannschaft für jede sich im Zielfeld befindliche Boßel einen Punkt. Der der Daube am nächsten liegende Boßel wird mit einem Zusatzpunkt bewertet.

Vollständig aus dem Zielfeld geschossene und sich überschlagende Boßeln werden nicht gewertet. Die Mannschaft, welche nach sechs Durchgängen die meisten Punkte erreicht hat, gewinnt.